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Bauen im Bestand
bestehende Bauwerke
nachhaltig nutzen
Checkliste: 8 Kriterien für erfolgreiches Planen im Bestand
ALTBAUTEN ERHALTEN STATT ABRISS UND NEUBAU
Die Modernisierung von Bestandsgebäuden ist in Deutschland eine der wichtigsten Bauaufgaben. Laut einer Online-Publikation des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wurden 70 Prozent des Wohnungsbaus im Jahr 2020 an bereits bestehenden Gebäuden durchgeführt. Auch in die Sanierung von Nichtwohngebäuden und Infrastrukturbauten werden jährlich hohe Summen investiert.
Gesellschaftliche Trends, aber vor allem der Klimaschutz verändern die Anforderungen an Bestandsimmobilien. Von den rund 19,5 Mio. Wohngebäuden, die laut dena-Gebäudereport deutschlandweit im Jahr 2022 erfasst wurden, sind ca. 60 % noch vor 1978 erbaut worden, also vor Inkrafttreten der Ersten Wärmeschutzverordnung. Um den Wert einer Immobilie zu erhalten, sind energetische Sanierungen wie etwa erneuerbare Energieträger und ein besserer Wärmeschutz wichtige Maßnahmen. Auch die Ansprüche von Nutzerinnen und Nutzern an Raumstrukturen haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte geändert, nicht zuletzt durch den Zuwachs an mobilem Arbeiten, was An- und Umbauten notwendig macht. Im Bereich Infrastrukturbau spielen vor Allem Erhalt und Erweiterung eine große Rolle: das Alter, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und auch vernachlässigte Investitionen sind Hauptfaktoren für marode Straßen und Brücken.